Pacenotes im Navi: Kurvenansage wie ein Rallye-Beifahrer

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Du fährst eine Landstraße, die App sagt „Rechts drei, lang“. Die Zahl steht für die Schärfe der nächsten Kurve, berechnet aus dem Radius der geplanten Route. Du schaltest die Kurvenansage selbst ein, hörst vorher eine Probe und siehst die nächsten Kurven im Cockpit. Standardmäßig ist sie aus.

Premium: Kurvenansage am Handy und im Auto. Während der Beta ist alles freigeschaltet.

Was die App sagt

Eine Ansage besteht aus Richtung und Schärfe, oft mit einem Zusatz: „Rechts drei, lang“, „Links zwei, zieht zu“ oder „Spitzkehre rechts“. Die Schärfe kommt aus dem Kurvenradius der geplanten Route. Auf der 65,6 km langen Bergisches-Land-Runde von der Startseite hörst du bei Kilometer 32,9 „Links zwei, zieht zu“.

6 ist schnell, 1 ist eng

Die Skala läuft von 6 (schnellste Kurve) bis 1 (engste Kurve), darunter kommt die Spitzkehre. Die 3 ist die typische Landstraßenkurve, die 6 ein Bogen, der kaum Lenkeinschlag braucht. Die Zahl sagt, wie scharf die Kurve ist, nicht wie schnell du sie fahren sollst. Tempo- oder Gangempfehlungen gibt die App bewusst nicht, das hängt an Fahrzeug, Reifen, Nässe und Können. Wer die Zahlen nicht kennt, findet in den Einstellungen eine Legende, die jede Ansage erklärt.

Zusätze und Verkettung

„lang“ heißt, die Kurve zieht sich. „zieht zu“ warnt, dass sie enger wird, als sie anfängt, „geht auf“ sagt, dass sie weiter wird. Folgen zwei Kurven direkt aufeinander, verbindet die App sie mit „in“: „Rechts drei, lang in links fünf“. Eine Ansage umfasst höchstens drei Kurven, und „in“ sagt die App nur, wenn die Kurven wirklich ineinander übergehen.

Wann die Ansage kommt

Die Ansage soll etwa vier Sekunden vor der Kurve zu Ende sein, bei hohem Tempo beginnt sie deshalb früher. Unter 25 km/h und auf Geraden schweigt die App, in der Stadt oder im Stau gäbe es sonst Dauergerede. Der Abbiegehinweis hat Vorrang: Spricht die App gerade eine Abbiegeanweisung oder ist eben damit fertig, wartet die Kurvenansage. Sie nutzt die Sprachausgabe der Navigation und bleibt stumm, wenn du die Stimme ausschaltest.

Was bewusst fehlt

Eine Ecke an einer Kreuzung hat denselben Radius wie eine Spitzkehre. Deshalb sagt die App Kurven direkt an echten Abbiegungen nicht an, dort hörst du nur den normalen Abbiegehinweis. Zusätze wie „Kuppe“ oder „Vorsicht“ gibt es nicht: Im Rallyesport entstehen sie bei der Streckenbesichtigung, aus Kartendaten allein würden sie falsche Sicherheit vermitteln. Die Ansagen beruhen auf der Geometrie der Route und ersetzen nicht den Blick auf die Straße.

Einschalten, Stufe wählen, probehören

Du schaltest die Funktion in den Einstellungen unter „Kurvenansage“ ein. Drei Stufen bestimmen, welche Kurven du hörst: „Nur enge“ (1 bis 2), „Ausgewogen“ (1 bis 4, voreingestellt) und „Jede Kurve“ (1 bis 6). Spitzkehren kommen in jeder Stufe. Eine Hörprobe mit Play-Knopf spielt eine Ansage mit der Stimme der Navigation ab, bevor du sie zum ersten Mal mitten in der Kurve hörst. Die Ansagen kommen in der App-Sprache.

Leiter im Cockpit, Karte im Auto

Im Navi-Cockpit zeigt eine Leiter neben dem Tacho die nächsten Kurven: die nächste groß mit Entfernung, die folgenden kleiner dahinter. Rot steht für eng, Grün für schnell. Die Leiter läuft auch bei stummgeschalteter Stimme. Mit Android Auto zeigt das Auto-Display die nächste Kurve als Farbkachel, sofern die Kurvenansage am Handy an ist.

Rechnet das Gerät selbst

Das Handy berechnet die Kurven aus der Geometrie der Route, ohne Server. Das passt zu kurvigen Strecken, die oft Funklöcher haben: Auch mit der Offline-Navigation sagt die App Kurven an. Rechnet die App die Route neu, baut sie die Ansagen für die neue Strecke neu auf.

Was es kostet

Die Kurvenansage ist eine Premium-Funktion, am Handy und im Auto. Ohne Premium zeigt dir die Einstellung „Kurvenansage“ eine gesperrte Zeile, die zum Premium-Bildschirm führt. Dazu gehören Premium auch das Kurvig-Profil und Android Auto als Ganzes. Während der Beta ist alles freigeschaltet. Danach ist Premium kostenpflichtig, der Kauf läuft über Google Play und den Preis zeigt Google Play an.

Häufige Fragen

Gibt es eine Navi-App mit Pacenotes wie im Rallye-Auto?
DriveBattle für Android sagt auf Wunsch Kurven an wie „Rechts drei, lang“. Die Funktion ist standardmäßig aus und lässt sich in den Einstellungen einschalten. Sie gehört zu Premium.
Was bedeuten die Zahlen bei der Kurvenansage?
6 ist die schnellste Kurve, 1 die engste, darunter kommt die Spitzkehre. Die 3 ist die typische Landstraßenkurve.
Funktioniert die Kurvenansage ohne Internet?
Ja. Das Gerät berechnet die Ansagen aus der Route selbst, auch mit der Offline-Navigation.
Sagt die App, wie schnell ich fahren soll?
Nein. Die Zahl sagt, wie scharf die Kurve ist. Tempo- oder Gangempfehlungen gibt die App bewusst nicht.
Warum höre ich keine Kurvenansage?
Die Funktion ist standardmäßig aus. Ist sie an, schweigt die App bei stummgeschalteter Stimme, unter 25 km/h, auf Geraden und bei Kurven direkt an Abbiegungen. Bei „Nur enge“ hörst du nur die Kurven 1 bis 2.
Gehört die Kurvenansage zu Premium?
Ja. Die Kurvenansage ist eine Premium-Funktion, am Handy wie im Auto. Während der Beta ist alles freigeschaltet.