Rennstrecken-Modus: Rundenzeiten und Fahrwerte auf der Strecke messen
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Auf dem Trackday zählt, was eine Runde gekostet hat und wo. Der Rennstrecken-Modus von DriveBattle misst mit dem Handy Rundenzeiten, Beschleunigung, Bremsweg, Schräglage und Wheelies in einer einzigen Session. Er gehört zu Premium und ist nur für geschlossene Strecken und Privatgelände gedacht.
Premium: alle Kacheln des Rennstrecken-Modus. Während der Beta ist alles freigeschaltet.
Wo du ihn findest
Der Modus ist ein eigenes Menü hinter dem Fahren-Tab. Es liegt getrennt vom Rest der App, weil diese Messungen auf eine abgesperrte Strecke gehören. Beim ersten Öffnen bestätigst du einmal: „Ich nutze das nur auf abgesperrter Strecke“. Im öffentlichen Verkehr hat der Modus nichts verloren. Alle Kacheln gehören zu Premium.
Eine Session misst alles
Du wählst dein Fahrzeug, die App merkt sich das zuletzt genutzte, tippst auf „Session starten“ und fährst. Dieselbe Session misst Runden, Beschleunigungs- und Bremsläufe, Schräglage und Wheelies gleichzeitig. Cockpit, Rundenzeiten, Beschleunigung, Bremsen, Schräglage, Wheelie und Auswertung sind Ansichten derselben Messung, du wechselst sie während der Fahrt. Die Session läuft als Vordergrunddienst mit Benachrichtigung weiter, wenn das Display ausgeht, ein Anruf kommt oder du die App wechselst. Eine Leiste „Läuft“ zeigt in der App, dass gemessen wird. Der Start beendet und speichert eine laufende normale Fahrtaufzeichnung, und solange die Session läuft, startet keine neue Fahrt. Stürzt die App ab, bleibt die bisherige Messung erhalten und steht als „Abgebrochen“ in der Liste. Fortgesetzt wird sie nicht.
Rundenzeiten, Delta und Sektoren
Die Start-Ziel-Linie legst du selbst: Fahr an den Punkt, an dem die Runde beginnen soll, und tippe auf „Start/Ziel hier setzen“. Die Linie liegt quer zu deiner Fahrtrichtung. Jedes Überfahren zählt eine Runde, die Zeit wird zwischen zwei GPS-Punkten auf die Linie interpoliert. Das Cockpit zeigt die laufende, die letzte und die beste Runde und das Delta zur Bestzeit live. Das Delta bezieht sich auf diese Session oder auf alle gespeicherten Sessions auf dieser Strecke. Weitere Linien setzt du als Sektoren: Drei Sektorlinien ergeben vier Sektorzeiten, aktiv ab der nächsten Runde. Eine Runde durch die Boxengasse markiert die App und wertet sie nicht als Bestzeit.
Streckenerkennung: 14 Strecken, nicht weltweit
Beim Start der Session prüft die App, ob du an einer bekannten Rennstrecke stehst, und setzt die Start-Ziel-Linie dann selbst. Oben steht „Rennstrecke erkannt: …“. Die Liste (Stand Version 0.22.78) hat 14 Strecken. Deutschland: Nürburgring (nur die GP-Strecke), Hockenheimring, Lausitzring, Bilster Berg. Österreich: Red Bull Ring. Belgien: Spa-Francorchamps, Zolder, Mettet. Niederlande: Zandvoort. Italien: Imola, Misano, Vallelunga. Frankreich: Le Mans (Circuit Bugatti), Nogaro. Die Nordschleife fehlt, eine weltweite Datenbank gibt es noch nicht. Die Erkennung läuft ohne Netz, weil die Liste in der App liegt (der Server frischt sie auf), und braucht einen GPS-Fix mit höchstens 50 Metern Ungenauigkeit. Die Linien sind aus OpenStreetMap-Daten abgeleitet, Sektoren sind nicht vorbelegt. Auf jeder anderen Strecke setzt du die Linie selbst. Die App merkt sie sich als deine private Strecke an diesem Ort (Umkreis 1,5 km) und nutzt sie beim nächsten Mal wieder. Willst du die Voreinstellung nicht, entfernst du die Linie und setzt deine eigene.
Beschleunigung und Bremsen
Die Beschleunigung misst 0 auf 60, 100 und 200 km/h, 0 auf 60 mph, 1/8 und 1/4 Meile mit der Geschwindigkeit am Ende, die Zwischenspurts 60 auf 100 und 80 auf 120 km/h und das Spitzen-g. Ein Lauf wird scharf, sobald du ganz stehst, und endet von selbst. Ein Ziel, das du nicht erreichst, bleibt leer, es steht nie eine 0 da. Zu jedem Lauf zeigt die App das Gefälle und kennzeichnet Läufe, deren Gefälle sich nicht vergleichen lässt. Das Bremsen misst 100 auf 0 km/h mit Bremsweg, Zeit und Spitzenverzögerung: Beschleunige über 100 km/h und bremse bis zum Stillstand, der Lauf startet bei 100 km/h von selbst.
Schräglage und Wheelie
Die Schräglage liest die App aus den Bewegungssensoren: live, Maximum links und rechts getrennt, dazu die Verteilung und der Anteil über 20 Grad. Der Nullpunkt kalibriert sich auf einer Geraden, das Handy muss fest sitzen. Der Wheelie-Detektor misst Dauer, Strecke und Höchstwinkel. Er schärft erst, wenn die App die Waagerechte kennt und du einmal geradeaus beschleunigt hast, damit eine Kurvenlage nicht als Wheelie zählt. Gezählt wird ab 15 km/h und ab 0,4 Sekunden. Ein Winkelband zeigt Sicher, Sweet Spot, Warnung und Gefahr, deine Bestwerte stehen in einer Liste.
Auswertung nach der Fahrt
Die Auswertung zeigt ein g-g-Diagramm (Längs- gegen Querbeschleunigung, wie viel Grip du genutzt hast), ein Schräglagen-Histogramm und eine Speed-Heatmap auf dem Umriss einer Runde: Grün ist der schnellste, Rot der langsamste Punkt dieser Runde, nicht ein absoluter Wert. Im Rundenvergleich liegen zwei Runden über der Distanz, ein Delta-Band zeigt, wo die verglichene Runde Zeit gewinnt (grün) oder verliert (rot). Die Sektortabelle färbt den schnellsten Sektor der Session lila und die übrigen grün oder rot gegen die Referenzrunde. Die optimale Runde addiert deine besten Sektoren und nennt den Abstand zur besten Runde.
Wie genau gemessen wird
Die Geschwindigkeit entsteht aus GPS und der Vorwärtsbeschleunigung des Handys, verrechnet in einem Kalman-Filter. Das GPS ist auf 100 Millisekunden Abstand angefordert, der Beschleunigungssensor läuft mit der schnellsten Rate des Geräts, beide Raten stehen auf dem Bildschirm. So sind Zeiten auf Millisekunden aufgelöst statt auf das GPS-Intervall. Mit GPS allein bei 1 Hz wäre eine Fünf-Sekunden-Messung 0 auf 100 um bis zu 20 Prozent daneben, weil der Startzeitpunkt nur sekundengenau bekannt ist. Die Vorwärtsachse lernt die App aus den Daten, wie du das Handy montierst, spielt keine Rolle. Hat das Gerät keine Bewegungssensoren, misst die App nur mit GPS und sagt das. Belegt ist die Genauigkeit an einem simulierten Beschleunigungslauf: Die Fusion lag innerhalb von 30 Millisekunden um den berechneten Wert. Einen Vergleich mit einem Referenzgerät auf einer echten Strecke nennt diese Seite nicht.
Drehzahl und Gang per OBD2 (nur Autos)
Mit einem Bluetooth-OBD2-Adapter im Auto zeigt das Cockpit die Drehzahl. Ist der Wert älter als eine Sekunde, steht ein Strich statt der letzten Zahl. Den Gang schätzt die App, denn es gibt keine Gang-Abfrage: Sie lernt aus der Fahrt das Verhältnis von Drehzahl zu Tempo und zeigt es als „Gang ca.“. Den ersten Gang erkennt sie nur, wenn sie das Verhältnis nach einem Stillstand unter 45 km/h gelernt hat. Schaltest du die Session mitten in der Fahrt ein, steht ein Strich statt eines falschen Werts. Ein Automatikgetriebe mit Wandler verschmiert das Verhältnis, dann bleibt es beim Strich. Der Adapter verbindet beim Start der Session von selbst. Bei Motorrädern bleibt die Funktion aus. Die Anbindung ist bisher gegen einen simulierten Adapter getestet, Details und Grenzen stehen auf der OBD2-Seite.
Sessions, Sicherung und Teilen
Jede Session landet in einer Liste mit ihrer besten Zahl. Die Daten liegen auf dem Handy und zusätzlich in deinem Konto, sie überstehen also eine Neuinstallation. Nur du siehst sie. Ergebnisse teilst du als Bild-Karte, auf Wunsch mit eigenem Foto, mit Fahrzeug und Bestzeit-Stempel.
Voraussetzungen, Stand und Preis
Du brauchst die Android-App, die Standortfreigabe und Premium. Der Modus ist seit Version 0.22.28 in der App, die Streckenerkennung mit dem Vergleich über mehrere Sessions seit 0.22.40, die Sicherung im Konto seit 0.22.38, Drehzahl und Gang seit 0.22.78. Diese Seite beschreibt 0.22.78. Neue Versionen erreichen alle Nutzer in Google Play erst nach Googles Prüfung, bei einer älteren Version fehlt ein Teil. Nicht gebaut sind eine Bestenliste je Strecke, Duelle gegen Freunde, der Anschluss externer GPS-Empfänger und ein Video-Overlay. Während der Beta ist alles freigeschaltet. Danach ist Premium kostenpflichtig, der Kauf läuft über Google Play und den Preis zeigt Google Play an. Ohne Premium öffnet ein Tipp auf eine Kachel den Premium-Bildschirm.
Häufige Fragen
- Welche Rennstrecken erkennt DriveBattle?
- Die Liste hat 14 Strecken in Deutschland, Österreich, Belgien, den Niederlanden, Italien und Frankreich, darunter Hockenheimring, Red Bull Ring, Spa-Francorchamps und Zandvoort. Weltweit ist die Erkennung nicht. Auf anderen Strecken setzt du die Start-Ziel-Linie selbst.
- Wie genau sind die Zeiten?
- Die App verrechnet GPS und Beschleunigungssensor und löst Zeiten auf Millisekunden auf. Belegt ist das an einem simulierten Beschleunigungslauf mit weniger als 30 Millisekunden Abweichung. Einen Vergleich mit einem Referenzgerät auf einer echten Strecke gibt es nicht. Ohne Bewegungssensoren misst die App nur mit GPS.
- Ist der Rennstrecken-Modus Premium?
- Ja, alle Kacheln. Während der Beta ist alles freigeschaltet. Danach ist Premium kostenpflichtig, der Kauf läuft über Google Play.
- Darf ich den Modus auf der Landstraße nutzen?
- Nein. Beschleunigung, Bremsen, Schräglage und Wheelies gehören auf eine abgesperrte Strecke oder Privatgelände. Beim ersten Öffnen bestätigst du das einmal in der App.
- Funktioniert der Modus ohne Netz?
- Ja. Die Streckenliste liegt in der App und die Sessions werden zuerst auf dem Handy gespeichert. Die Messung braucht GPS, kein Mobilfunknetz. Die Sicherung im Konto braucht eine Verbindung.
- Gibt es eine Bestenliste für Rundenzeiten?
- Nein. Du siehst deine Bestzeit je Strecke und das Delta dazu. Eine Bestenliste je Strecke und Duelle gegen Freunde sind nicht gebaut.